Im Volksmund werden oft diverse Bezeichnungen für Kachelöfen, Kamine, ... verwendet. In diesem Bereich wollen wir Ihnen alle relevanten Bauformen, Bauarten und Definitionen für das Verheizen von Holzmaterialen näher bringen.


Grund-Kachelofen Speicherofen

Beim Grund-Kachelofen werden sowohl der Feuerraum als auch die angebauten Kanäle (der Hafner spricht von „nachgeschaltenen Zügen“), durch welche die Rauchgase geführt werden, aus Schamottesteinen gemauert.

  • Große Speichermasse, dadurch lang
    andauernde Wärmeabgabe
  • Durch Strahlungswärme gesundes Raumklima
  • Lange Aufheizzeit (größere Nachlegeintervalle)
  • Als Mehrraumheizung nur bedingt geeignet

Warmluft Kachelofen

Das Grundprinzip eines Warmluftofens ist schnell warme Luft zu erzeugen und diese an den Raum abzugeben. Die kalte Raumluft erwärmt sich an einem Heizeinsatz mit Nachheizkasten und wird durch Luftöffnungen wieder an den Raum (auch mehrere Räume möglich) abgegeben.

  • Schnelle Wärme (ideal als Zweit- oder übergangsheizung)
  • In Kombination mit Luft-Wassertauscher als Ganzhausheizung möglich
  • Als Mehrraumheizungen geeignet
  • Mit Wasseraufsatz zur Warmwassererzeugung geeignet
  • Bauaufwand geringer als bei Grundöfen und daher auch preiswerter
  • Wärmeabgabe regelbar durch Warmluftgitter

Kombi-Kachelofen

Der Kombi-Kachelofen ist eine Kombination aus Warmluftofen und Grundofen. Im Inneren des Kachelofens steht ein gußeisener Heizeinsatz mit einem angebauten Zugsystem aus Schamotte. Die heißen Metallflächen des Einsatzes erwärmen die Raumluft, während die Rauchgase durch die nachgeschalteten keramischen Züge geführt werden und diese wie beim Speicherofen erwärmen.

  • Schnelle Wärmeabgabe und lang anhaltende Strahlungswärme
  • Mit Wasseraufsatz zur Warmwassererzeugung geeignet
  • In Kombination mit Luft-Wassertauscher als Ganzhausheizung möglich
  • Komplizierte Ofenformen möglich
  • Als Mehrraumheizung geeignet
  • Wärmeabgabe regelbar durch Warmluftgitter

Ganzhausheizung

Das Funktionsprinzip ist dem des Warmluftkachelofens sehr ähnlich, jedoch wird die erzeugte Warmluft nicht an den (oder die) Räume abgegeben, sondern bleibt im Kachelofen und wird durch einen Luft/Wasser-Tauscher geleitet. Diese heiße Luft erwärmt nun das Wasser, welches in ein Zen-tralheizsystem eingespeist wird.

  • bis zu 61% der heiztechnisch erzeugten Gesamtenergie kann in Heißwasser umgewandelt werden. (regelbar)
  • Die Oberflächentemperatur des Kachelofen ist individuell einstellbar
  • Bei Stromausfall kann der Kachelofen weiter beheizt werden, lediglich die Warmwassererzeugung steht still
  • Mit anderen Wärmeerzeugern kombinierbar